BARBARA CHRISTINE HENNING
WARTEN AUF ANSCHLUSS
EINE SEH-UND-HÖR-AUSSTELLUNG

4. bis 26. MAI 2019
Samstags und Sonntags von 14-17 UHR
zusätzliche Öffnung am Donnerstag, den 30. Mai 2019 mit Künstlergespräch in der Lagerhalle

Vernissage am 3. Mai 2019 um 19 Uhr
Einführung: Hans Peter Schöler und Susanne Hanus
performative Stimminszenierung mit Obertongesang:
Barbara Christine Henning & Friends

Finissage mit Künstlergespräch am 30. Mai 2019 um 15 Uhr in der Lagerhalle

persönliche Führungen mit der Künstlerin nach Vereinbarung per mail unter barbarahenning@gmx.net
www.barbarahenning.de




Im Zug der Zeit
Zu Beginn der Arbeit an diesen Seiten haben wir uns entschlossen, unser Tun in den Reitern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darzustellen. Natürlich gibt es auch zeitunabhängige Informationen auf dieser Homepage, die in den anderen Reitern ihren Platz finden. Seit einem Jahr wird die Seite nun so betrieben. Was ist es geworden?
Die Vergangenheit wächst, sie wächst wie die Vergangenheit eines jeden. Sie scheint an Gewicht zuzunehmen. Kippen wir bald hintenüber?
Die Zukunft nimmt sich mit dem Lauf des Jahres wie eine konstante Schwingung aus. Sie kommt uns immerzu mit etwas entgegen.
Wie ist es mit der Gegenwart?
Ich stehe an einem Hang und blicke auf den dahinter liegenden Wald, der seine Herbstfarben trägt. Ein kleiner Schatten schießt durch mein Sichtfeld. Die raschen Bewegungen und seine gerade Flugbahn lassen mich unmittelbar erkennen, dass es eine Taube ist. Dass es eine Taube war. Kaum ist sie aus dem Blick, schon ist sie Vergangenheit.
Ich möchte ja nicht all zu erbaulich werden, aber so gesehen, ist die Gegenwart schmal wie ein Grashalm. Im Kladdentext eines Buches las ich, wir leben wie in einem Zugabteil. Draußen fliegt die Landschaft vorüber, aber wir haben die Vorhänge zugezogen. Wir leben entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Es wäre an der Zeit, die Vorhänge zurück zu ziehen.
In unserer Gegenwart hier auf der Homepage findet sich meist nur eine Taube, aber die Vergangenheit ist schon ein ziemlicher Taubenschlag geworden.

Hans Peter Schöler